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21. Juli 2020 | Lesezeit: 5 min

UX-Designerin & Texterin

diana.vonow@mosaix.ch
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8 Tipps zum richtigen Namen

Der Name ist das Aushängeschild einer Firma und Teil der Identität, nach innen und aussen. Doch – und da wollen wir Ihnen nichts vormachen – den idealen Firmennamen zu finden, ist schwer. Und die Wahl kann sich mit der Zeit als unpassend erweisen.

Drei berühmte Beispiele sind: 1. Google. Die Firma hiess ursprünglich «BackRub». Dieser Name existierte aber nur etwa ein Jahr lang. 2. Skype. Der ursprüngliche Namen war «Sky peer-to-peer», der dann in einem ersten Schritt verkürzt wurde zu «Skyper». Erst nach der zweiten Namensänderung wurde daraus «Skype». 3. Instagram. Die Gründer nannten ihr Unternehmen erst «Burbn», änderten den Namen aber sehr rasch zu «Instagram». [Quelle: business-punk]

Namensfindung

Idealerweise unterstützt der Name die Unternehmensphilosophie (z.B. Schweizer Handwerk und Qualität) und fügt sich ein ins Kommunikationskonzept. Je mehr der folgenden Kriterien erfüllt werden, desto besser ist die Passung zwischen Namen, Produkt und Firmenidentität:

  • einfache Aussprache
  • leicht zu merken
  • gut verständlich
  • nicht zweideutig oder negativ
  • ohne Akronym
  • Widerspiegelung eines Merkmals
  • erweiterbar
  • nicht besetzt

1. Einfache Aussprache

Die Sprache Ihrer Kunden ist am besten geeignet für einen Namen. Auf Begriffe, die nur mit einer Fremdsprache funktionieren, sollten Sie verzichten. Und wenn es eine typisch schweizerische Alternative zu einem Begriff gibt, kann es sinnvoll sein, diesen zu verwenden. Ersetzen Sie beispielsweise «Swiss E-Bike-Shop» durch die Schweizer Variante «Elektro-Velo aus der Schweiz», um näher bei Ihren Kunden zu sein.

2. Leicht zu merken

Eigentlich nichts Neues: Kurze Namen lassen sich leichter merken. Das zeigte uns einmal mehr die Überprüfung der Namen «E-Framer» und «Elo». Beim Test wurde der kürzere Namen mit 22:4 Stimmen klar bevorzugt.

3. Gut verständlich

Hier kann für einmal unser eigener Name «Mosaix» als Beispiel dienen. Ganz zu Beginn war der Name «MosaX» vorgesehen. Eine Überprüfung zeigte aber, dass diese Schreibweise bei e-Mails zu Missverständnissen führen kann. Mit dem zusätzlichen «i» passiert dies nicht mehr. Verzichten Sie auf eine ungewöhnliche Schreibweise und berücksichtigen Sie auch den Einsatz als Web- oder E-Mail-Adresse.

4. Nicht zweideutig oder negativ

Wenn Sie denken, dass dies auf der Hand liegt, liegen Sie falsch. Grosse Unternehmen tappen regelmässig in dieses Fettnäpfchen. Zum Beispiel VW. Deren Vento wurde in den 90ern in vielen Ländern zum Furz-Auto. Audis A3 e-Tron ist auf französisch (étron) einfach nur Scheisse. Und hätten Sie gedacht, dass Mitsubishis Geländewagen Pajero in Spanien Wichser bedeutet? Nein? VW, Audi und Mitsubishi auch nicht.

5. Ohne Akronym

IBM, SBB, EDK, SAP, UBS, ZHDK, UPC, GBS und wie sie alle heissen. Solche 3-Buchstaben-Firmen zeigen, dass man einen Unternehmensnamen auch locker in zwei Minuten finden kann. Man nehme die Anfangsbuchstaben von irgendwas, füge sie zusammen, fertig. Damit eine emotionale Nähe zum Kunden herzustellen, ist dann eher schwieriger. 

6. Widerspiegelung eines Merkmals

Nehmen wir den Namen «Äss-Bar», Pionier auf dem Gebiet der Anti-Foodwaste-Bewegung in der Schweiz. Sie verkaufen frisches Brot von gestern. Der Name trifft den Nagel auf den Kopf. 

7. Erweiterbar

Man weiss zwar nicht, was die Zukunft bringt. Aber es kann gut sein, dass zumindest der Markt ausgedehnt werden soll. Nochmals unser Elo-Beispiel: Elo, die Abkürzung von Elektro-Velo, kann später auch im französischen oder italienischen Sprachraum verwendet werden, falls das Deutschschweizer Start-up in die anderen Sprachregionen (oder Länder) expandieren will. 

8. Nicht besetzt

Wir wissen aus eigener Erfahrung, wie unendlich traurig es ist, den perfekten Namen gefunden zu haben und dann zu merken, dass er nicht mehr verfügbar ist. Machen Sie darum den Check so früh wie möglich. Wir prüfen (in der Schweiz) zum Beispiel folgende Register:

Eidg. Markenregister
www.swissreg.ch

Zefix (zentraler Firmenindex)
www.zefix.ch

 
Sozial Mediaplattformen 
www.namecheckr.com/

Zum Mitnehmen in aller Kürze:

Mal ist es eine spontane Idee, mal ein Wort-Generator, der den passenden Namen ausspuckt: Wie auch immer Sie auf Ihren Namen kommen, überprüfen Sie ihn gut und Sie vermeiden viel Ärger in der Zukunft.
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